PM 04-2018: Auf die Plätzchen, fertig, los…

Naschen für einen guten Zweck – das konnte man jüngst in Schönau (Hörsel). 50 kg Plätzchen hatten die Mannen von KRUMBEIN rationell aus Bad Tabarz (Landkreis Gotha) vorab gebacken. Und die gab es beim traditionellen Weihnachtsmarkt in der Hörselmühle Schönau gegen eine Spende, die dem Kinderhospiz Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz zukommen wird.

Wie hoch der Erlös der Spendenaktion ist, erweist sich allerdings erst zwischen Weihnachten und Silvester: Dann wird die Plombe an der Spendenkassette im Beisein von Vertretern des Kinderhospizes gebrochen. „Wir haben vor einigen Jahren beschlossen, unseren Kunden keine Weihnachtsgeschenke mehr zu senden und stattdessen das Geld für gute Zwecke zu stiften“, begründete Ralf Krumbein die Idee vom Versilbern des Zentners Naschwerks.

Bei der adventlichen Mühlenparty am Ufer der Hörsel waren die Bad Tabarzer das erste Mal dabei. Das kam auf Grund von Kontakten zum Mühlenbesitzer und Freizeitbäcker Mario Wolf zustande.

Der macht eigentlich sonst in Holz, ist Tischler. Die Mühle aus Familienbesitz samt der zugehörigen Bäckerei hatte er Mitte der 1990er-Jahre übernommen. Und so, wie dereinst die Hexe im Märchen, fand der Holzwurm besonderen Gefallen am Uralt-Backofen, der 1968 letztmalig in Betrieb war. „Den wollte ich wieder einheizen…“ Als er 2005 mit diesem Gedanken an die zuständigen Behörden wandte, erntete er nur mitleidvolle Blicke.

Das focht ihn aber nicht an. So erfüllte er sich ab 2008 gleich zwei Träume – und obendrein auch noch jene von vielen Kunden, die er seither hat. Der gewitzte gute Wolf aus Schönau sanierte nämlich seinen traditionellen Backofen nicht aus Spaß an der Freud‘. Vielmehr war er scharf darauf, eigenes Brot zu backen. Nicht irgendeines, sondern reines Roggenbrot. Dessen Teig entstammt zudem einem fünfstufigen Schaumsauerverfahren und ist daher nicht nur saulecker, sondern auch ungemein bekömmlich.

Zweimal die Woche gibt es diese deliziösen Unikate – aber nur auf Bestellung. Die paar Laibe obendrauf, die der begabte Bäckerbusche aus dem Ofen holt, sind meist im Handumdrehen weg.

Diese Leidenschaft fürs Backen teilt Wolf mit seinem guten Bekannten Krumbein. Der führt seit einiger Zeit den Familienbetrieb, der Maschinen für Bäcker und Konditoren herstellt. Für KRUMBEINs fleißige Helferlein sind deshalb Plätzchen keine Herausforderung. Einen dieser Stahlblechkollegen hatte KRUMBEIN-Techniker René Sinske mit nach Schönau genommen. Er zeigte dem staunenden Publikum, wie in wenigen Sekunden ein ganzes Backblech mit identischen Plätzchen verschiedenster Form gefüllt wurde. Wer schon einmal eine größere Menge Spritzteig verarbeitet und danach einen Tennis- respektive Bäckerarm hatte, der kann erahnen, welch Wohltat ein solch nimmermüde werdendes Maschinchen ist.

Sinskes Chef Ralf Krumbein hatte clevererweise gleich die ganze Familie mit ans Ufer der Hörsel geholt: Während seine große Tochter Denise (14) charmant die Plätzchen unters Volk brachte, hantierte Sohnemann Tom (9) – assistiert von seinem Freund Maxim (10) – wie ein alter Hase mit den von Sinske befüllten Backblechen.

Sie kamen dann in den bestens angeheizten Backofen, für den tatsächlich ordentlich Holz vor der Hütte lag. Bei 180-190 Grad riefen dann schon nach gut 10 Minuten die Plätzchen „Holt uns hier raus…“ Auf gut 15 kg Leckereien kam man so in kurzer Zeit. Die gingen dann wie die sprichwörtlich warmen Semmeln weg, als sie in den Mühlenhof zur öffentlichen Verkostung gebracht wurden.

Außer Krumbein unterstützten auch weitere Gewerbetreibenden und Firmen die Adventsaktion von Mario Wolf. So stiftete die Marksuhler Firma Hirschvogel ihre zwei XXL-Weihnachtsbäume, die tags zuvor noch der Betriebsweihnachtsfeier eine anheimelnde Atmosphäre verschafft hatten.

2018-12-22T10:44:48+00:0022.12.2018|

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